Matchmaking, Bildung, Fusion

Kultur

Wir nutzen Kultur als Arbeitswerkzeug — sie ist das Umfeld, in dem Menschen zusammenkommen, die sich auf einem Fachforum nie begegnen würden, und in dem ein Fachthema sein Publikum verständlich erreicht.

Warum sich ein Institut mit Kultur befasst

Kultur ist für uns weder ein Anhängsel der Forschung noch gesellschaftlicher Überbau. Sie ist ein Werkzeug, das zwei konkrete Funktionen des Instituts erfüllt — Matchmaking und Bildung — und das wirksamer als formale Fachformate.

In der Praxis verfehlen sich Forschende, Unternehmen, Kommunen und Kunstschaffende schlicht. Jede Seite hat eigene Kanäle, eine eigene Sprache und einen eigenen Kalender. Eine kulturelle Veranstaltung ist einer der wenigen Orte, an dem alle vier im selben Raum sind, ohne dass es eine Verhandlung wäre.

Matchmaking

Kooperationen entstehen eher aus der persönlichen Begegnung als aus einer Ausschreibung, einem Partnerkatalog oder einer Datenbank. Ein Konzert, eine Ausstellung oder eine Diskussion ist der Ort des ersten Kontakts — informell, freiwillig und ohne eine Position, die verteidigt werden muss.

Aus solchen Begegnungen entstehen Projekte, die in einem Antragsformular nie begonnen hätten, weil es zum Zeitpunkt der Einreichung das Paar noch gar nicht gab, das sie hätte erdenken können.

Bildung

Ein Fachvortrag erreicht jene, die ihn ohnehin suchen. Ein kulturelles Erlebnis erreicht auch die, die ihn nicht suchen — und genau diese sind bei Themen wie Cybersicherheit, öffentlicher Gesundheit oder Denkmalschutz am verwundbarsten.

Deshalb platzieren wir Fachinhalte bewusst in kulturellen Formaten: im Programm einer Veranstaltung, in der Anmoderation, in einer Ausstellung, in der Diskussion nach dem Konzert. Ziel ist nicht, das Thema zu vereinfachen, sondern es zu Menschen zu bringen, die sich sonst nie damit hinsetzen würden.

Interdisziplinarität und Fusion

Wir schaffen bewusst Raum für die Fusion von Kunst, Wissenschaft und Technologie. Die Formate, die uns interessieren, entstehen nur an der Grenze der Disziplinen — innerhalb eines einzelnen Fachs hätten sie keinen Ort, weil ihnen entweder der technische Teil fehlte oder jener, der mit dem Publikum spricht.

Diese Grenze ist für uns Forschungsraum, keine Dekoration. Wie bei einem technischen Projekt interessiert uns das brauchbare Ergebnis: eine neue Methode, eine neue Kooperation, eine neue Fähigkeit zu erklären.

Was wir konkret tun

JazzFest — internationales Jazzfestival

Unter dem Dach des Instituts organisieren wir ein internationales Jazzfestival in Trenčín — Konzerte heimischer und internationaler Namen im mCafé, im Barrio, in der Synagoge und in Trenčianske Teplice. Das Festival ist zugleich unser größtes Matchmaking-Format: Partner, Kommune, Musikerinnen und Musiker sowie Fachleute aus der Praxis treffen dort aufeinander.

Kulturformate als Raum der Begegnung

Wir bereiten Veranstaltungen, Ausstellungen und Diskussionen vor, die über ihr eigenes Programm hinaus ein explizites Ziel verfolgen: Menschen zu verbinden — und dieses Ziel verstehen wir als Teil der Dramaturgie, nicht als Nebeneffekt.

Verknüpfung mit den Fachthemen des Instituts

Kulturelle Aktivitäten binden wir bewusst an unsere Arbeitsfelder — Cybersicherheit, öffentliche Gesundheit, Sensorik, Kulturerbe — damit die Facharbeit des Instituts ein breiteres Publikum erreicht und umgekehrt Impulse von außen in die Forschung gelangen.

Sie haben eine Idee oder wollen kooperieren?

Wir suchen Partner, Autoren, Musiker und Institutionen, die Kultur ebenso nutzen wollen — als Raum für Begegnung und Bildung. Melden Sie sich über unser Kontaktformular.